Bericht aus Bayreuth: Fremd in der fremden blauen Welt

Die Bayreuther Festspiele laufen weiter, mit dem Fliegenden Holländer und dem mit Verblüffung und Spannung erwarteten Plácido-Domingo-Dirigat der Walküre. Der Konzertgänger ist nicht mehr dabei, sondern erholt sich von vier intensiven Tagen auf dem grünen Hügel. In der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung ist indes sein Bericht aus Bayreuth erschienen: über den neuen Lohengrin, libanesische Hochzeitsgeschäfte, verschwundene Bräutigame, fränkische Fremdenzimmer und syrische Fremdenführer, kurz über die fremde blaue Welt von Bayreuth. Diesen Artikel kann man im FAZ-Archiv bestellen oder weitaus günstiger im digitalen Blendle-Kiosk (wenn es die erste Blendle-Bestellung ist, kostet sie sogar nullkommanix).

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Konzertgänger auf Reisen: „Die Meistersinger von Nürnberg“ in Bayreuth

Meistersinger and Friends, am Flügel Veit Pogner

Der Bayreuther Festspiele vierter Tag, und für den Konzertgänger der letzte; am fünften Tag, will heißen heute, erscheint seine epische Bayreuth-Reportage in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

Der Vormittag im Richard-Wagner-Museum der Villa Wahnfried ist die rechte Einstimmung vulgo Einklemmung für die folgenden Meistersinger von Nürnberg in der Inszenierung von Barrie Kosky, die letztes Jahr großes Aufsehen erregte. So reizvoll, jede auf ihre ganz Weise, alle bisherigen Aufführungen waren – diese hier legt sich wie ein schwarzer Koloss auf die Seele. Gerade weil sie so fürchterlich leichtfüßig ist. Weiterlesen

Konzertgänger auf Reisen: „Tristan und Isolde“ in Bayreuth

Der Bayreuther Festspiele dritter Tag: Nach zwei Tagen Bullenhitze regnets ein bisschen. Zu Tristan und Isolde radelt der Konzertgänger durch die Mottlstraße von der Seite an den grünen Hügel ran, aus Gründen:

Heut Abend dirigiert der Mottl den Tristan / Hört Euch doch nicht von dem Trottel den Mist an / Schafft Euch viel lieber ein Drittel Most an / Und sauft Euch mit dem Mittel Trost an.

Doch bei Christian Thielemann gilt, besser erst Tristan, dann Most ran. Denn der Konzertgänger wird in Bayreuth glatt noch zum Thielemann-Fan. Weiterlesen

Konzertgänger auf Reisen: „Parsifal“ in Bayreuth

Der Bayreuther Festspiele zweiter Tag: Dirigent Semyon Bychkov erstmals auf dem grünen Hügel, mit der Wiederaufnahme des Parsifal. Flüchtige nächtliche Notizen: Das Debüt scheint gelungen, was Wunder bei einem so gestandenen Dirigenten. Logisch, dass das Orchester manchmal zurückhaltender klingt, risikoscheuer als beim gestrigen souveränen Thielemann-Dirigat des neuen Lohengrin. Der Chef kennt die Graben-Abgründe da ja genauer. Hier nun im ersten Aufzug butterweicher, breiter Strich, wunderschön. Klingt in Amfortas‘ Leidensszenen der Orchesterpart nicht fast nach Pathétique? Also, das hat was. Weiterlesen

Konzertgänger auf Reisen: „Lohengrin“ in Bayreuth

Als der Konzertgänger eines Morgens aus unruhigen Träumen erwachte, fand er sich in seinem Bett zu einem Frankfurter-Allgemeine-Bayreuther-Festspiele-Korrespondenten verwandelt. Als solcher hatte er (in Vorbereitung dieser Bayreuther Gesamterlebnis-Reportage in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung) das Vergnügen, dem neuen Lohengrin beizuwohnen. Denn ein Vergnügen war es, in fast jeder Hinsicht. Weiterlesen