Hörstörung (26): Abstand total

Gut, so viel Abstand wie jetzt hätte der kurzmütige Konzertgänger sich niemals gewünscht, bei allem Ärger über rücksichtslose Mitbesucher. Aber durch diese größtmögliche Hörstörung müssen wir als verantwortungsvolle Bürger nun durch. Für viele Menschen gehts ja um Leben und Tod. Konzertpause heißt weitgehend Blogpause. Die Konzertgängerkinder wollen ja auch beschult und bespaßt sein und ein wenig Arbeit daheim getan. Und Live-Streamings sind für viele eine feine, tröstende Sache, das ist wunderbar; aber für notorische Echtraum-Erleber wie mich uninteressant.

Hübsch allerdings diese Neufassung von Beethovens Für Elise nach der zeitgemäßen Regel „Mindestens eine Terz Abstand halten!“, erstellt von Arno Lücker:

Und natürlich sei noch darauf hingewiesen, dass viele Buchhandlungen weiterhin geöffnet sind und einige jetzt auch Bücher nach Hause liefern – als Alternative zu den Onlineshops. Rufen Sie also ruhig mal im Buchladen Ihres Vertrauens an und fragen nach! Mein Roman Beethovn („das wohl originellste Buch zum Beethoven-Jahr“, schrieb gerade die Leipziger Volkszeitung) ist mittlerweile in der zweiten Auflage erschienen und überall lieferbar.

Mehr über den Autor / Zum Anfang des Blogs

Jonglieren mit rohen Eiern: Pressestimmen zum Roman „Beethovn“

Vor zwei Wochen ist mein Roman „Beethovn“ erschienen und geht jetzt in die zweite Auflage. Zum Erscheinen ist eine Reihe von Kritiken erschienen. Einen ganz neuen, unverbrauchten Zugang zu Beethoven fand die Kritikerin Denise Dreyer auf SR2: so charmant wie abwechslungsreich, mal anrührend, mal witzig, zart und mit Empathie. Susanne Pütz hat sich im Hessischen Rundfunk Gedanken über das fehlende E im Titel gemacht. Für SWR2 hat Eva Hofem den Roman gelesen und war angetan. Matthias Nöther befand im WDR: der literarisch reizvolle Versuch, Beethoven über einen kunstvollen Umweg zu erschließen. Auf rbb Kultur habe ich mit Frank Meyer darüber gesprochen, was eigentlich Pippi Langstrumpf mit der neunten Sinfonie zu tun hat.

Und Sylvia Schreiber stellte auf BR Klassik schließlich die entscheidende Frage, ob es eigentlich im Beethovenjahr noch eine penibel notierte Lebensgeschichte mit hunderttausend Fußnoten brauche – und gab folgende Antwort:

Nein, es braucht genau so eine vielschichtige, vor Anspielungen strotzende, sinnliche Geschichte, die einen als Leser zum Schmunzeln und Grübeln bringt, weil ein fundierter Beethoven-Kenner und Liebhaber wie Selge mit Versatzstücken, Zitaten, Sonatentiteln jongliert, als wären es rohe Eier.

„Beethovn“ ist bei Rowohlt erschienen und in jeder Buchhandlung erhältlich. Wenn es nicht im Laden liegt, bestellen Ihr geschätzter Buchhändler und Ihre löbliche Buchhändlerin ohne Mehrkosten zum nächsten Tag. Hier finden Sie ein Geschäft in Ihrer Nähe.

Aber natürlich ist „Beethovn“ auch online erhältlich: etwa bei jpc, wo der Roman zum „Buch des Monats“ gekürt wurde, oder bei Amazon, Hugendubel, Thalia, Osiander & Co.

Zum Anfang des Blogs