8.10.2016 – Oper bizarr: Tristan im Multiplex

Was tut ein Konzertgänger, der alles gehört, gesehen, gerochen, geschmeckt und gespürt hat? In Zeiten, da alle Achttausender bestiegen, alle Pole durchwandert und alle Tiefen ertaucht sind? Er schaut sich Tristan und Isolde im Multiplexkino an. Live aus der Metropolitan Opera New York ins CineStar im Sony-Center.

ticket_unseparated_kurkino-berchtesgadenDie Warteschlange am Einlass ist länger und die Getränke sind teurer als an der Deutschen Oper, die Toiletten zumindest gleich grindig. Dafür sitzt man bequemer (wenn auch nicht so bequem wie im Sessel am heimischen CD-Spieler). Zwischen den Akten könnte man in den Nachbarsaal zu Finding Dorie flüchten. Weiterlesen

12.6.2016 – Sterbend: „Tristan und Isolde“ an der Deutschen Oper

Unbewusst, höchste Lust statt Einigkeit und Recht und Freiheit: Ob es an der vielgeschmähten Inszenierung liegt, dass es bei Tristan und Isolde an der Deutschen Oper trotz Starbesetzung ziemlich leer ist, oder bloß am Deutschlandspiel? Letzteres wäre Kismet, ersteres Quatsch. Denn Graham Vicks Inszenierung von 2011 gehört zum Stärksten und Aufwühlendsten, was in den letzten Jahren auf die Bühne der Deutschen Oper gekommen ist.

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