Musikfest 2018: Berliner Philharmoniker lichten, Rundfunkchor nachtklart

Ist ja auch mal ein schönes Faktum, dass von allen hiesigen Orchestern ausgerechnet die Berliner Philharmoniker als gute Gastgeber die Musikfest-Themen am intensivsten beleuchten: gleich zweieinhalb von dessen Schwerpunkten kommen im Konzert mit François-Xavier Roth vor. Bernd Alois Zimmermann und Debussy sind die zwei, Ligeti der halbe. Der Konzertgänger geht mal wieder zu einer dritten Aufführung, dritte Abende sind spielkulturell immer erhellt. (Gingen mehr Kritiker am dritten statt am ersten Abend, gäbs weniger Verrisse.) Außerdem kann man am Samstag noch zum anschließenden Late Night-Konzert des Rundfunkchors in die dunkle St. Matthäus-Kirche rübermachen.

Vermatscht sich das nicht in deinem Kopf, fragt seine Frau den Konzertgänger, noch ein Konzert gleich hintendran? Weiterlesen

Ungewöhnlich: Konzerthausorchester, Venzago, Tabea Zimmermann spielen Michael Jarrell und Schumann

Nichts lieben die Kinder des Konzertgängers an der täglichen LOGO-Sendung mehr als den täglichen Tag des/der soundso: des Eichhörnchens, der Mundhygiene, des Glücks. Sehr passend also das Freitagsprogramm des Konzerthausorchesters zum Tag der ungewöhnlichen Instrumente. Denn was ist schon eine Flammenorgel, ein Trautonium, eine Glasharfe im Vergleich zu einer … Bratsche?

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17.9.2016 – Verfilzt: Ensemble Resonanz und Tabea Zimmermann spielen Saunders, Poppe, Schubert

giovanni_folo_agostini_tofanelli_-_a_ninfa_ecoDas Musikfest Berlin bietet nicht nur großorchestrale Feuerwerke, sondern auch kammermusikalische Sternstunden. Eine fand am Samstag statt: Das Ensemble Resonanz (beheimatet in St. Pauli und bald, oho, erstes Residenzensemble im Kammermusiksaal der Elbphilharmonie, quasi als Resonanzresidenz) präsentierte ein Programm von zeitlicher wie ästhetischer Überlänge, in dem Franz Schubert, Enno Poppe und Rebecca Saunders einander resonierten und echoten. Und zwar in der klammerförmigen Anordnung Schubert/ Poppe/ Saunders/ Saunders/ Poppe/ Schubert, summa summarum etwas über 180 Minuten, keine zuviel. Weiterlesen