Bewegung, bitte!

Auch zu viele Kekse schnabuliert über die Feiertage? Oder zu viel Musik gehört im bequemen Sessel? Dann aber raus!

Andererseits, immerzu raus, was soll das. Musikhören ist auch schön. Hier werden Sie geholfen: Musik, die sich bewegt. Sechs Schlittenfahrten, eine Hummel und zwei Eisenbahnen, Steckenpferd und Fangenspielen, drei irre Fingerakrobaten, brasilianischer Karneval und ein durchgeknallter Bienenschwarm. Oder was soll das Letzte sein? Eine Playlist für Kinder – und was für Kinder gut ist, das kann Erwachsenen nicht schaden. Weiterlesen und Hören

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„Wo bist du, kleiner Stern?“ – Zur Rostropowitsch-Hommage im Konzerthaus Berlin

Die Gnade der späten Geburt wurde seinen Händen zuteil. Denn eigentlich wäre des 90. Geburtstags von Rostropowitsch nicht erst im März dieses Jahres zu Gedenken gewesen, sondern schon früher. Aber die schwangere Pianistin Sofia Nikolajewna Fedotowa brauchte viel Geduld im Spätwinter 1927 in Baku: Wochenlang ließ ihr Kind auf sich warten. Und als Mstislaw Leopoldowitsch alias Slawa viele Jahre später seine Mutter fragte, warum sie ihm in all der Zeit kein schöneres Gesicht gegeben habe, da antwortete sie: „Dafür habe ich an deinen Händen gearbeitet.“

Lange, dünne Finger waren das. Und doch wurde der Celloklang von Mstislaw Rostropowitsch, den das Konzerthaus Berlin jetzt mit einer zehntägigen Hommage ehrt, zum Inbegriff des schönen, warmen Tons. Kraftvoll und golden. Weiterlesen und Hören 

Parsifal und Martha, Hanswurst und Harlequin: Zur Wiedereröffnung der Staatsoper Unter den Linden

Vorletzte Herrichtung der Staatsoper, 1951       (Quelle deutsche-digitale-bibliothek.de)

Die Frist ist um. Und für Berliner Verhältnisse sogar fristgerecht! Denn eine Verzögerung von drei Jahren gilt in Berlin als überpünktlich. So wird ab dem 3. Oktober 2017 die Musik wieder an der rundum sanierten Heimat der Staatsoper Unter den Linden abheben. Kein Volksentscheid Schillertheater muss den Betrieb im liebgewonnenen Charlottenburger Ausweichquartier bis zum Sankt-Nimmerleinstag verlängern. Und was bedeutet schon ein siebenjähriges Exil angesichts einer jahrhundertelangen Geschichte?

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Vorschau Musikfest

Den Sommer verbringt der Konzertgänger nicht als Festivalhopper, sondern als Hochgebirgssteiger und Konservenhörer. Live gehts ab September wieder los, mit Konzertmarathon beim Musikfest Berlin und Berichten in diesem Blog in neuem Gewand. Zur Einstimmung eine Konservenliste auf Idagio:

Claudio Monteverdi trifft auf Isang Yun, Renaissance-Avantgarde auf Zeitgenössisches, große Symphonik auf virtuose Kapricen: Die neue Konzertsaison wird in Berlin traditionell vom Musikfest eingeläutet. Der bescheidene Name (denn Musikfeste gibt es auch in Hinter-Posemuckel, und oft keine schlechten) mag untypisch sein für die gern großspurig daherkommende Hauptstadt der Superlative. Schließlich gibt es hier die meisten Spitzenorchester des Landes, die teuersten Opernrenovierungen und sogar mystische Flughafenbaustellen, die als Gleichnis der Unendlichkeit zu lesen sind. Weiterlesen und -hören