Turangarôsa: Concertgebouw mit Renée Fleming

Alles ein bissl fast normal jetzt schon wieder, das allsaisonbeginnliche Musikfest Berlin hat angefangen. Den Heiner-Goebbels-Eröffnungsabend hat der Konzertgänger mal lieber ausgelassen, aber Concertgebouworkest Amsterdam ist een must. Das große instrumenten-vrachtauto steht vor der Philharmonie, gleich daneben parkt ein Campingwagen, reiner Zufall gewiss. Dass die arroganten Berliner ihrem koninklijken Gast wie jedes Jahr etwas die koude Schouder zeigen, fällt heuer nicht ganz so auf, weil der Große Saal coronabedingt zunächst im Schaakbord-Muster besetzt wurde, bei dem sowieso jeder zweite Platz leer bleibt; dass der Rest dann, als volle Besetzung erlaubt wurde, einfach unverkauft blieb, fällt nicht so auf. Tja, je eigen schuld, o Berliner, du verpasst hier eins der besten Orchester der Welt. Plus Renée Fleming.

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3.9.2016 – Immersiv: Rihms „Tutuguri“ mit dem BR-Symphonieorchester

Nach dem bezaubernden kammermusikalischen Vorabend mit Isabelle Faust eröffnet das Musikfest Berlin offiziell und gelivestreamt mit einem solchen Klopper von Konzert, dass der Konzertgänger sich schon in der Pause wieder urlaubsreif fühlt – vier Tage nach seiner Rückkehr aus dem montanen Exil.

Auch wenn Wolfgang Rihms Tutuguri (1980-82) einen Angriff aufs Trommelfell (so Rihm im Interview) darstellt, ist es bei aller aggressiven Gigantomanie doch ein höchst pragmatisches und disponentenfreundliches Werk. Weiterlesen