Kalter Entzug

Nicht nur Musiker leiden, sondern auch Klassikjunkies. Was macht der pandemiebedingte Konzert- und Opernentzug eigentlich mit Menschen, die vom Live-Erlebnis leben wie der Mensch vom Brot und die Ente von der Kleinen Wasserlinse und wir alle miteinander vom Wasser? Mit einem bärigen Prachtexemplar der Gattung Heavy-Konzert-User habe ich darüber ein Gespräch geführt und fürs VAN-Magazin protokolliert.

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6 Gedanken zu „Kalter Entzug

  1. „durch Kunst verwandelt zu werden, durch Musik, in Musik“, so schreiben Sie, lieber Herr Selge,
    am Ende Ihres ersten Artikels über den „Klassik-Grizzly“ (2017 im VAN-Magazin; es gibt am Ende Ihres aktuellen Artikels einen link dorthin).
    Und dass das die Hoffnung sei, die immer wieder wahr werde.
    – Danke dafür! Das trifft’s exakt.

    Mit (auch für mich) der kleinen Einschränkung, dass sie im Konzert immer wieder sich erfüllt, nicht beim Hören einer Konserve.

    Rock/Pop auf Konserven – kein Problem. Klassik – ne! So jedenfalls geht es mir. Allerdings denke ich nicht, dass das für mich an jenem ‚alternativenlosen‘ (also multitaskinglosen) „sich Aussetzen“ liegt, von dem der Grizzly spricht (wiewohl das gewiss eine Rolle spielt).
    Musik ist m.E. die Kunst der Vergänglichkeit. Sie lebt davon zu ersterben. Und damit ist sie zugleich die präsenteste aller Künste. (Doch darüber haben nun wahrlich schon weit klügere Menschen laut und nachlesbar nachgedacht als ich witwesker Eisbär.)

    Ich habe beides zu lieben gelernt: auratische Präsenz und notwendige (und mithin alle Not wendende) Vergänglichkeit.
    Beide scheinen mir der Konzert- und Opern-Aufführung existentieller Kern zu sein.
    Und ich vermisse sie bitterlich (obwohl ich sie mir nur so 1-3 mal pro Monat leisten konnte).

    Beste Grüße aus dem Witwesk

    PS: Vielleicht ist das nur mein technisches Problem, aber neuerdings steht am Ende Ihrer Blog-Beiträge ein „Google-Fenster“ mit einer Fehlermeldung (404), das die Schaltflächen „weiterlesen“ / „mehr über den Autor“ verdeckt. Ich konnte Ihren Beitrag nur komplett lesen, weil ich über den Kommentar von Frau Mildschuh Zugang dazu fand.

    • Nur kurz zum PS: Ich habe die seltsame Fehlermeldung jetzt auch entdeckt – allerdings nur in der Mobilansicht (sowohl Safari-Browser als auch Firefox). Sie auch am Handy? Muss mal nachgehen.

      • Nein, ich lese hier am Laptop via Firefox. Wenn man auf die Fehlermeldung klickt, kommt die Nachricht: „Blockiert durch X-Frame-Options-Richtlinie“; ich glaube das ist irgendetwas, das man bei Worldpress einstellen muss. – Viel Glück bei der Reparatur! (Es ist lästig, wenn man die Fortsetzung des Beitrages nicht oder nur unter Anwendung so mancher List öffnen kann.)

          • Ja, alles scheint wieder ohne Fehlermeldung zu funktionieren – sieht gut aus!
            (Dass ich die von Ihnen so liebevoll und aufwendig ausgesuchten Illustrationen sehr schätze, erwähnte ich schon einmal, wenn ich mich richtig erinnere. Da hat dieses doofe „Google“-Logo auch ästhetisch genervt.)

  2. Alleinsein mit der Musik. Das ist es, was ich liebe. Kein Publikum. Kein Köpfewackeln. Kein Beinewippen. Kein Luftfächeln.-Nein, ich mache nichts „daneben“, wenn ich Musik höre.
    Und doch : Ich KANN abschalten.Das Aus-Können. Ich habe es bisher nicht als „Gefahr“ gesehen. Ich denke nach. Ich glaube: Stefan hat darin Recht.
    ( Neben etlichen anderen bemerkenswerten Punkten. Und natürlich : Live ist live …)

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