„Die Walküre“ an der Deutschen Oper Berlin

»Man darf als Regisseur den manischen Ring umwenden, verdrehen, auch bekämpfen und verspotten, ja zerstören – aber ihn kleinmachen?« — Mein Bericht zur neuen WALKÜRE an der Deutschen Oper Berlin ist fast so lang geworden wie das Werk selbst und seit heute im schönen neuen VAN Magazin nachzulesen.

Mehr über den Autor / Zum Anfang des Blogs

5 Gedanken zu „„Die Walküre“ an der Deutschen Oper Berlin

  1. So, endlich auch mal durchgelesen. Puuh, echt guter Text. Ist gut, das Format im Van-Magazin erlaubt mehr Ausgreifen und Vertiefen als bspw. der Tagesspiegel, der etwas erratisch berichtet hat. Aber trotzdem…
    Werd mir den Ring erst vollständig ansehen, hoffentlich dann immer noch mit Davidsen und Stemme. Echt, Annika Schlicht ist nicht textverständlich?

    • Danke! Ich gehe trotz aller Bedenken am 11.10. nochmal, weil meine Frau auch hinwill. Ja, das Gute (manchmal natürlich auch Bedenkliche) an Online-Formaten, dass man schreiben kann, ohne auf die vorgegebene Länge achten zu müssen. Das macht mich bei meinen Print-Artikeln für Zeitungen oder Magazine immer fertig…
      Ja, fand ich bei Annika Schlicht. Aber kann natürlich ebensogut an meinen Ohren wie an der Sängerin liegen. Hatte aber schon Frickas, bei denen ich deutlich mehr verstanden habe.

      • War gestern (11.10.) nochmal mit meiner Frau und fand meine Eindrücke vom ersten Mal ziemlich bestätigt. Die Inszenierung gewinnt auch beim 2. Mal nicht. Meine Frau fand sie geradezu lächerlich; wobei ich konzediere, dass es nicht einfach dilettantisch ist, sondern Nüsse zu knacken gibt – nur interessieren einen (oder mich) diese Nüsse einfach nicht wegen des läppischen Bühnenlebens.
        Davidsen wirklich toll toll toll, Stemme trotz oder wegen ihrer Reife sowieso, Jovanovich mag ich gern, Schlicht tollklingend aber mir zu eindimensional, und Lundgrens Wotan fehlt doch ein bisschen Format, wobei Runnicles‘ Lautstärke es ihm auch schwermacht.
        Es gab Aufruhr im Publikum wegen eines starrsinnigen Maskenverweigerers in einer Loge, also quasi auf dem Präsentierteller.

        • Man wünscht es der DO, dass Herheim noch die Kurve kriegt. Erst der flaue Cassier, dann ein fader Herheim, das wäre keinem vernünftigen Berliner zu wünschen. Schade, dass die DO nicht Volle (der wohnt in Berlin) bzw Koch als Wotan hat, über die beiden scheint derzeit Göttervater-mäßig relativ wenig zu gehen. Nicht dass sich Barenboim den Volle schon für die Staatsoper hat reservieren lassen. Ich versteh auch nicht, warum man zum x-ten Mal einen Flügel bedeutungsträchtig auf die Bühne stellt, und kann mir übrigens vorstellen, dass Runnicles Götterdämmerung am meisten liegt. Werde den Siegfried ziemlich sicher auch nicht ansehen, schlechter tat Wagner nie dichten (einige frühe Sachen ausgenommen). Vielleicht ist die Schlicht auch zu jung, um das Gekeife der Fricka (stimmlich, psychologisch) zu schaffen.

          • Ja, Volle und Koch sind beide tolle Wotans, auf völlig unterschiedliche Weise. Bei den November-Aufführungen der Walküre singt Johan Reuter statt Lundgren den Wotan.
            Die Umstände, dass das Rheingold zum Verständnis fehlt, sind natürlich nicht dem Regisseur anzulasten. Aber irgendwie hätte die Regie doch drauf reagieren müssen, wenn deshalb notwendige Voraussetzungen zum Verständnis fehlen.
            Ja, der Flügel, man gähnt schon, wenn man ihn sieht. Bei Koskys Meistersingern in Bayreuth passte er dollamente, aber hier, nee.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.