Zum Heulen gewaltig: RSB unter Weigle spielt Hans Rott

Müsste man mal nachzählen, aber was das Spielen von Werken angeht, die hier sonst keiner* spielt, dürfte unter Berlins großen Orchestern das Rundfunk-Sinfonieorchester vorn liegen – noch vor dem (auch sehr verdienten) DSO. Für Hans Rott gibts jedenfalls 60 von 60 möglichen Punkten: kein fünfminütiger Alibi-Gegenwarts-Appetizer, sondern das einstündige Monumentalwerk eines Verlorenen aus dem 19. Jahrhundert, die Sinfonie eines verfahrenen Gesellen. Hans Rotts 1. Sinfonie E-Dur (1878-1880) ist zugleich seine letzte. Ein unermessliches Unglück, wenn man dieses gewaltige, zum Heulen ergreifende RSB-Konzert in der Philharmonie unter Leitung von Sebastian Weigle gehört hat. Weiterlesen