Geistkorpusig: Igor Levit spielt Muffat, Rzewski, Kerll, Busoni

Künstlerischer (Nach-)Schöpfungsakt. Symbolbild

Igor Levit spielt … nicht Beethoven. Stattdessen ein komplexes Programm, das er, wie er im Interview erklärt, von hinten nach vorn denkt. Entscheidend ist, was hinten rauskommt, sagte ja einst ein gewichtiger deutscher Vielosoph, und was hinten rauskommt, ist in diesem Denkfall ein einigermaßen erschlagendes Werk von Ferruccio Busoni. Das macht die Stücke, die zuvor vorne reinkommen, nicht weniger hörenswert. Und hörbarer und genussreicher vielleicht auch, zumindest für den Konzertgänger.

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18.10.2016 – Subsalonhaft: Yu Jung Yoon im Pianosalon Christophori

Ein Ausflug in den Weddinger Pianosalon Christophori ist immer zu empfehlen. Selbst wenn ein Musiker mal nicht so dolle sein sollte (was der Konzertgänger aber noch nicht erlebt hat), würde er schon um der Atmosphäre und der Instrumente willen lohnen.

Letztere bilden eine willkommene Abwechslung vom ewig brillanten Steinway-Einerlei. Erstere ist auch nach dem Umzug des Salons um wenige Meter (in der ehemaligen Halle logiert jetzt die Adidas Football Base) erhalten geblieben. Man kann sein Bier oder seinen Merlot mit an den Platz nehmen. Hochkultur in Subkulturflair, aber ohne nervige Elektrobeatz. Es ist jetzt etwas aufgeräumter als früher, aber immer noch hinreichend mysteriös. Denn in welchem Berliner Konzertsaal entdeckte man Weiterlesen